Du fragst mich, ob heute Sonntag ist. Ich sage, nein, es ist Mittwoch. Du sagst, ach so, Mittwoch. Ich möchte dir nahe sein, dich beobachten, dir zuhören, auch wenn du wieder und wieder die gleichen Fragen stellst. Ich kann sie dir nicht nehmen, die Angst davor, alles zu verlieren, die Angst davor, dass nichts sicher ist.Du wirst noch da sein und doch nicht bei uns. Wir werden bei dir sein und du wirst nicht mehr wissen, wer wir sind. So geht es Millionen: Die anwesenden Abwesenden. „Panik“ ist eine Annäherung an die Welt der Demenz, an deine Wirklichkeit. Demenz heisst: „die Krankheit des abnehmenden Geistes.“

„Panik“ beschäftigt sich mit Ordnungssystemen, die sich auflösen oder eine andere Form annehmen, findet in der Mathematik Bilder für das Verlieren von Genauigkeit und Vergangenheit. Es geht um Fragmente rationaler Systeme, mit deren Hilfe wir uns einer anderen Logik unterwerfen können. Nichts Fremdes hat uns in dieser Krankheit eingeholt, wir begegnen uns nur selbst darin, auch wenn wir nicht wissen, was wir alles vergessen.

Ein Stück über das Verwirrende der Welt, das Instabil- und Unsichersein, darüber, dass man sich von einem Moment auf den anderen unbekannt und fremd werden kann, der Unmöglichkeit und Möglichkeit sich geborgen zu fühlen und der Möglichkeit, gemeinsam zu tanzen.

Panik
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